Fachbuch Ökologisches bauen

Teilgebiet Stadtbau/ Freiraum:

In der städtebaulichen Dimension fließen viele Einflussfelder zusammen, hier können wir die Dinge zusammenbringen und sinnvoll vernetzen. In diesem Buch werden aus praktischen Gründen einige Gebiete bereits hier mitbehandelt, die sinnvoll in diesem Zusammenhang diskutiert werden können; wie z. B. der Freiraum oder die Einflussbereiche, für die kein eigener Abschnitt vorgesehen ist, da eine breite Diskussion im Rahmen des Buches nicht möglich ist.
Der städtebauliche Ansatz geht weit über bisherige Bemühungen um die funktionale und gestalterische Ordnung des Stadtraums hinaus. Als Rahmen aller Überlegungen wird der Begriff der Stadtschaft entwickelt, der Stadt als Teil der regionalen und globalen Landschaft sieht. Dadurch wird ein umfassender Ansatz der nachhaltigen Stadtentwicklung entworfen. In diesem Rahmen erhalten Freiraum und Boden wichtige multifunktionale Aufgaben für die Wasser- und Stoffkreisläufe, das Stadtklima und die Organisation der Mobilität.
Städte konkurrieren untereinander. Die Lebensqualität hängt ganz wesentlich von der günstigen Infrastruktur ab. Eine Ökologisierung des Stadtraumes führt in diesem Zusammenhang zu erheblichen ökonomischen Erleichterungen. Neben dem rein technischen Funktionieren sind vor allem die sozialen und kulturellen Qualitäten von besonderer Bedeutung, die zusammen mit langfristiger ökonomischer Prosperität Stadtqualität bestimmen. Im Rahmen des Städtebaus werden diese Einflüsse diskutiert und die Rahmenbedingungen für die Dynamik einer nachhaltigen Stadtentwicklung genannt. Der Abschnitt zeigt den wesentlichen Forschungsbedarf auf dem Gebiet auf.
Der ökologische Stadtumbau im Rahmen der Entwicklung einer Stadtschaft ist die große Aufgabe und Chance der Zukunft für Baufachleute. Ganz erhebliche planerische und bauliche Aufwendungen in veränderten Entscheidungsstrukturen sind hierzu notwendig. Dieser umfassende dynamische Prozess kann nicht nach festen Regeln und Handlungsanweisungen und schon gar nicht durch Konsensentscheidungen bewältigt werden. Durch Szenarien und deren Computersimulation können mögliche Lösungen sichtbar gemacht, zur Diskussion gestellt und partizipatorisch Lösungen gefunden werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

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